Unterwäschegrößen für Männer: richtig messen und wählen

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Die meiste schlecht sitzende Unterwäsche wird in der richtigen nominalen Größe gekauft. Das Problem ist, dass die Größe von einem Hosenetikett abgeleitet wurde, und Hosenetiketten haben sich seit Jahrzehnten von den tatsächlichen Maßen entfernt.

Den Taillenumfang richtig messen

Entspannt stehen, normal atmen, und das Maßband um die schmalste Stelle des Rumpfes legen — meist knapp über den Hüftknochen und unter den Rippen, nicht dort, wo die Jeans sitzt.

Das Band rundum waagerecht halten, anliegend aber ohne zu drücken. Nicht festziehen, um eine kleinere Zahl zu erreichen: Zu kleine Unterwäsche rutscht hoch und der Bund rollt, was schlimmer ist als ein etwas weites Teil.

Notiere die Zahl in Zentimetern und in Zoll. Größentabellen nutzen beides, und beim Umrechnen im Kopf entstehen die Fehler.

Warum die Jeansgröße nicht die Unterwäschegröße ist

Zwei Dinge trennen sie.

Erstens sitzt eine Jeans meist auf der Hüfte, mehrere Zentimeter unter der natürlichen Taille. Ein an der Hüfte gemessenes Teil zeigt eine größere Zahl als derselbe Körper an der Taille gemessen.

Zweitens Vanity Sizing: Viele Hosenhersteller etikettieren großzügig, sodass eine als 32 markierte Hose merklich mehr messen kann. Unterwäschemarken veröffentlichen in der Regel echte Körpermaße, daher die Abweichung.

Die praktische Folge: Wer Jeans in 34 kauft, ist bei Unterwäsche häufig M und nicht L.

Eine Größentabelle lesen

Es gibt zwei Arten, und es lohnt sich zu prüfen, welche vorliegt.

  • Körpermaßtabellen nennen die Taille, für die das Teil gemacht ist. Eigenes Maß der Spanne zuordnen, fertig.
  • Maßtabellen des Kleidungsstücks nennen die flach gemessenen Abmessungen des Teils. Diese sind kleiner als das Körpermaß, weil der Stoff dehnen soll. Nicht direkt mit der Taille vergleichen.

Deckt eine Spanne deine Zahl ab — etwa M von 81 bis 86 cm, während du 86 misst — bist du am oberen Ende dieser Größe, nicht am unteren der nächsten.

Zwischen zwei Größen: die Elastanregel

Das ist die einzige Entscheidung, die wirklich vom Material abhängt.

Mit etwa fünf Prozent Elastan die kleinere Größe nehmen. Elastischer Stoff passt sich an und braucht etwas Spannung, um zu halten; zu groß gewählt hängt er durch und das Bein rutscht.

Ohne Elastan die größere Größe nehmen. Unelastischer Stoff kann sich nicht anpassen, und ein etwas zu kleines Teil sitzt einfach eng am Bund und am Oberschenkel — und nach der ersten Wäsche noch enger.

Zwei weitere Maße, die zählen

Die Innenbeinlänge steuert das Hochrutschen mehr als der Taillenumfang. Ein Bein, das am halben Oberschenkel endet, hat Reibung zum Halten. Marken drucken das selten vorn auf die Packung, aber es steht meist in den Produktdetails.

Die Leibhöhe ist der Abstand von Bund zu Schrittnaht. Eine kurze Leibhöhe sitzt unter der natürlichen Taille und kann beim Sitzen nach unten ziehen; eine längere bleibt, wo man sie hinlegt. Rutscht Unterwäsche ständig, liegt es wahrscheinlich an der Leibhöhe, nicht an der Größe.

Die Passform zu Hause prüfen

Ein neues Teil anziehen und drei Dinge tun: hinsetzen, ein Stück gehen, in die Hocke gehen.

  • Rollt der Bund oder schneidet er im Sitzen ein, ist es zu klein.
  • Kriecht das Bein beim Gehen nach oben, ist die Beinlänge zu kurz oder der Sitz zu eng.
  • Gibt es losen Stoff vorn oder rutscht der Bund, ist es zu groß.

Ein Teil, das alle drei besteht, passt auch nach fünfzig Wäschen — vorausgesetzt, der Bund ist eingefasst.