Hoodie-Materialien: French Terry, Loopback und angeraute Fleece

in Materialien, Ratgeber

Alle Sweatstoffe sehen von außen ähnlich aus: eine glatte Strickfläche. Der Unterschied liegt vollständig innen, und der bestimmt, wie warm das Teil ist, wie es fällt und wie lange es neu aussieht.

French Terry

Die Innenseite ist mit kleinen ungeschnittenen Garnschlingen bedeckt — dasselbe Prinzip wie bei einem Handtuch, nur viel feiner.

Diese Schlingen halten eine dünne Luftschicht, ohne viel Volumen aufzubauen: French Terry ist also warm im Verhältnis zum Gewicht und bleibt dennoch atmungsaktiv. Es ist das vielseitigste der drei: drinnen bequem, draußen unter einer Jacke passend, und ohne Überhitzen.

Es fällt, statt vom Körper abzustehen, was ordentlicher wirkt, und weil die Schlingen ungeschnitten sind, bleibt die Oberfläche über viele Wäschen stabil.

Loopback

Loopback ist der schwerere Verwandte von French Terry: dieselbe ungeschnittene Schlingenkonstruktion, aber dichter gestrickt und meist aus dickerem Garn.

Die höhere Dichte gibt Struktur. Ein Loopback-Hoodie hält seine Form, die Kapuze steht statt zu hängen, und Bündchen und Saum behalten ihre Linie. Das ist die Konstruktion für Teile, die Jahre und nicht Saisons halten sollen.

Die Nachteile sind Gewicht und Trockenzeit. Ein nasses Loopback-Sweatshirt braucht an der Luft lange, was zählt, wenn man nur eines besitzt.

Angeraute Fleece

Fleece beginnt als Schlingenware, dann werden die Schlingen mechanisch aufgeraut, um eine weiche Flauschoberfläche zu erzeugen.

Dieser Flor erklärt das sofort plüschige Gefühl und dass Fleece bei gleichem Gewicht das wärmste der drei ist: Die aufgestellten Fasern halten mehr Luft. Er erklärt auch die geringste optische Haltbarkeit: Die aufgerauten Fasern flachen ab und pillen bei Gebrauch und Wäsche, sodass ein Fleece-Hoodie älter aussieht als ein gleich alter French-Terry-Hoodie.

Fleece ist die richtige Antwort für maximale Wärme und sofortigen Komfort. Die falsche, wenn das Teil in drei Jahren noch vorzeigbar sein soll.

Welches Gewicht

Sweatstoffe werden wie T-Shirts in GSM angegeben, nur mit höheren Bereichen.

  • Etwa 250 bis 280 GSM: leicht. Gut drinnen und zum Schichten bei milder Witterung. Hält keine Kapuze aufrecht.
  • Etwa 300 bis 350 GSM: der Alltagsbereich. Allein warm genug bei kühlem Wetter, strukturiert genug, um gewollt zu wirken.
  • 380 GSM und mehr: schwer. Substanziell, hält die Form vollständig, trocknet langsam und wärmt genug, um eine leichte Jacke zu ersetzen.

Die Details, die über die Lebensdauer entscheiden

  • Rippbündchen mit Elastan an Ärmeln und Saum. Ohne weiten sich die Bündchen dauerhaft und der Saum hält nicht mehr — genau das lässt ein altes Sweatshirt formlos wirken.
  • Eine doppellagige Kapuze. Eine einlagige Kapuze fällt flach in den Rücken. Zwei Lagen geben ihr genug Körper zum Stehen.
  • Verstärkung an der Halsnaht. Die Stelle, an der die Kapuze auf den Körper trifft, trägt die größte Last, wenn die Kapuze aufgezogen wird.
  • Eingesetzte Ärmel für Struktur, Raglan für Bewegung. Keines ist besser, aber eine Raglanschulter verzeiht Körperformen mehr.

Schnell entscheiden

  • Ein Hoodie für alles: French Terry, 300 bis 330 GSM, Rippbündchen mit Elastan.
  • Kaltes Wetter, draußen getragen: Loopback, 380 GSM und mehr.
  • Wärme und Weichheit über alles: angeraute Fleece, mit der Pilling-Akzeptanz.
  • Unter einer Jacke geschichtet: leichtes French Terry — schwereres baut an den Schultern auf.

Dreh jedes Sweatshirt vor dem Kauf auf links. Schlingen heißt Terry, ein weicher Flor heißt Fleece, und dieser eine Blick sagt das Wesentliche.